| ORCUS CHYLDE - The Day The Seventh Angel Came |
| Geschrieben von awi | ||||||||
| Dienstag, 25 Mai 2010 | ||||||||
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Im Jahr 2009 machten sich fünf Musiker aus Aschaffenburg unter dem Namen Orcus Chylde auf, einem Tribut an alte musikalische Zeiten zu zollen. Damit wollen sie beweisen, dass diese Art von Musik auch in diesem Jahrzehnt nicht untergehen wird. Der Klang der Truppe ist dementsprechend stark angelehnt an die alten Helden des Hardrock, den glorreichen Psychedelic-Bands der 70er, und gleichzeitig lassen sie auch moderne Elemente des Rocks zu. Die Mitglieder sind auch keineswegs unbekannte Gesichter der Aschaffenburger Musikszene. Tobias Ritter (Gesang) und Dejan Zivkovic (Bass) dürften noch aus der Aschaffenburger Band Gutter City Sluts bekannt sein, sowie Nico Rausch (Gitarre) von The August und der mittlerweile aufgelösten Metal-Truppe Cult of Gaia. Vollendet wird die Band durch Lukas Kunkel (Gitarre) und dem Schlagzeuger Christof Bachmann. Nach einigen kleinen Konzerten hat sich die Band nun aufgerafft ihre erste Demo-EP „The Day The Seventh Angel Came“ zu veröffentlichen. Das Intro lässt einen schon den düsteren Touch der Platte erahnen und leitet mit orgelartigen Klängen auf „The Day The Seventh Angel Came“ hin. Am Anfang des Songs erklingt ein kleiner Steigerungsteil und die Instrumente bauen eine Wand auf, die das komplette Lied nicht mehr verlassen wird. Immer tiefer schraubt sich dieser Sound in die Hirnrinde vor und garniert werden diese schönen Melodien mit wirklich guten Gitarrenriffs, die absolut hypnotisierend wirken können. Das Arrangement lässt den Rock der Siebziger durchklingen, hört sich aber zusammen mit dem Schlagzeug positiv frisch und äußerst spielfreudig an. Der okkulte Gesang fügt sich hierzu nahtlos ein und hat durch sein leichtes distanziertes Echo eine besondere Note. Der zweite Song „Cold Men“ ist etwas melancholischer ausgefallen. Nach der Strophe steigert sich das Stück in den Refrain mit gekrächztem Gesang. Dieser ist noch distanzierter aufgenommen und steigert dadurch die Emotionalität des Songs dramatisch. Der Mittelteil berührt mit der Melodielinie wieder die Ohren, und lässt den Hörer ganz langsam ganz tief sinken. Am Ende wird noch einmal an Fahrt aufgenommen und mit einem treibenden Riff erreicht man langsam den Höhepunkt und das Ende der Platte. Der Klang der EP besitzt einen rauhen Garagensound, welcher die Authentizität der alten Schule wahrt, aber mit seinen Übersteuerungen doch schon ungewohnt sein kann für einen Hörer des modernen glatt geputzten Sounds. Eine Demo, die sich auch noch nach einer Demo anhört ist heutzutage schon fast eine Rarität. Orcus Chylde können letztendlich wirklich stolz auf ihre Veröffentlichung sein. Dafür spricht alleine schon der kleine Hype um die Band, denn die einzige Auflage dieser EP ist schon so gut wie vergriffen. Sollte die Qualität der zukünftigen Songs ebenwürdig oder sogar diese Platte übertreffen, kann sich hier etwas Großes lostreten. Man darf gespannt sein! (awi)
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| Letztes Update ( Dienstag, 25 Mai 2010 ) | ||||||||
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