Samstag, 04 September 2010
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CROOKED SHOES - "Wir spielen fröhliche Musik, weil wir gut drauf sind!"
Geschrieben von dc   
Montag, 09 Februar 2009

CROOKED SHOES 2009 Es kommt nicht oft vor, dass sich eine junge Band offen dazu bekennt, radiotauglichen  PopRock zu spielen und sich vornimmt, mit eingängigen Kompositionen die Weltherrschaft an sich zu reißen...naja, zumindest die überregionale Musiklandschaft.

Die junge Band Crooked Shoes aus Aschaffenburg gilt bei lokalen Musikveranstaltern und –kennern als ein Projekt mit Potential. Ihr Vorrunden-Sieg beim deutschen Newcomer-Festival "Emergenza" in Frankfurt bestätigt das Ganze nur weiterhin. Gründe genug, dass ABhörn mal für ein Interview angeklopft hat.

ABhörer Dimo Charistes traf die Band vor ihrem „Support Your Local Heroes“-Gig am 6.2. im Colos-Saal...



CROOKED SHOES 2008 noch mit SaskiaABhörn: Wann kam es zur Gründung von
Crooked Shoes?

Justin: Im Sommer 2007 habe ich mit meiner Schwester Saskia angefangen Musik zu machen, nach einiger Zeit wollten wir das natürlich auch live realisierbar machen und haben uns nach fähigen Mitmusikern umgeschaut. Und während dieser Zeit hat sich unsere befreundete Band Meisterbetrieb aufgelöst, wo der Julius Sänger war und so haben wir ihn dann für das Projekt gewinnen können.

ABhörn: Die Songwriting-Phase ging dann ja so ein Jahr, wann war euer erster Auftritt?

Justin: Das war dann im Mai 2008. Seitdem spielen wir live.

ABhörn: Es gab bei euch erst kürzlich einen Besetzungswechsel bei euch? Was waren die Gründe dafür, und wer ist neu dabei?

Justin: Das stimmt so nicht genau, also eigentlich ist ja nur die Saskia gegangen - da gab es eben Unstimmigkeiten was die Band betraf. Wir hatten unterschiedliche Zielvorstellungen, Saskia sah das Projekt leider eher nur als Hobby an. Wir allerdings wollen mit unserer Musik überregional durchstarten. So kam es, das wir die weibliche Gesangsstimme an unsere neue Mitstreiterin Amelie (15) übergeben haben und Steffen Roth (22)  (Avalon Inn, Roses from Romeo, Ex-Chase The Horizon; Anm.d.Red.) uns an der zweiten Gitarre unterstützen wird.

ABhörn: Dass ist genau das Thema, was zur Diskussion führt. In Aschaffenburg ist es trotz großer aktiver Musikszene ja der Fall, dass viele Bands immer nur sehr kurz dabei sind, und nicht den Atem dafür haben, ein Musikprojekt lange zu managen. Bei euch gibt es ja klare Zielvorgaben. Was wollt ihr alles mitnehmen, in eurer Zeit als Band?

Julius: Also ganz klar: die Weltherrschaft (lacht). Wir wollen die Band so lange es geht weiterführen und viel live spielen, und eben vor allem überregional bekannt werden.

Justin: Ja, wir sind gespannt wie sich das entwickelt. Jetzt haben wir uns ja relativ schnell schon regional einen Namen gemacht, wir hoffen eben, dass wir es auch über die Grenzen der Stadt schaffen werden und arbeiten dafür natürlich hin.

ABhörn: Gerade für dieses Thema braucht ihr jemanden, der sich aktiv um das Booking der Band kümmert, das ist wohl der langatmigste Prozess bei Newcomer-Bands, da man schon sehr viel Zeit für Konzertanfragen reinstecken muss. Habt ihr innerhalb der Band jemanden, der das für euch regelt?

Julius: Also bisher läuft es eben durch Kontakte innerhalb der Band, ansonsten macht das derzeit der Dennis (17, Bass). Einen festen Booker haben wir leider noch nicht.

ABhörn: Schon für letztes Jahr war euer Debüt-Album „We are Zouk!“ angekündigt. Was ist daraus geworden?

(Alle lachen)

Justin: Eigentlich war heute im Colos-Saal ja die Release-Party dafür geplant, aber das haben wir wegen der Umbesetzung nicht mehr hingekriegt, man hätte viel neu arrangieren müssen, umschreiben. Das war uns einfach zu kurzfristig. Aufgenommen ist dementsprechend noch nichts, und wir planen das Album definitiv noch dieses Jahr.

ABhörn: Wie sieht es mit den Myspace-Songs aus? Gibt es für eure Hörerschaft eine Demo oder Mini-EP zur Kostprobe?

Justin: (grinst) Ja, allerdings wird das Album ja auch eher eine EP.

JustinABhörn: Klassische Frage: Wie sieht es mit euren musikalischen Vorbildern aus, die für den Musikstil von Crooked Shoes relevant sind?

Justin: Für mich sind das Alphabeat und die Plain White T´s.

Julius: Eine eher unbekannte Band namens Stars und moderner Power-Pop.

Amelie: Also ich finde auch, dass wir ein bisschen was von The All American Rejects haben.

Max: Für die Band direkt habe ich eigentlich weniger Einflüsse, da das Songwriting von Justin stammt. Eigentlich höre ich privat ganz andere Musik, und für Juliusmich persönlich am Schlagzeug habe ich ganz andere Einflüsse.

Steffen: Ja, auch ich höre ja nicht nur Geballer und Emocore, wie man vermuten könnte, allerdings stimmt es schon, dass ich mich eher an die musikalische Richtung von Justin anpasse.

ABhörn: Wie läuft der Songwriting-Prozess bei euch ab? Stimmt es, dass fast alles aus der Hand von Justin stammt?

Justin: Ja, also ich schreibe und komponiere die Songs und zeig sie dann den anderen. Das ergänzt sich ganz gut. Gelegentlich schreibt Julius bei den Texten mit.

ABhörn: Auf die nächste Antwort bin ich Dennisschon gespannt. Darf man den stilistischen Vergleich zu Aloha From Hell mit euch ziehen?

Julius: Ich finde den Vergleich jetzt nicht schlimm. Die Musik finde ich jetzt auch gar nicht so vergleichbar, bei ihnen läuft das Ganze selbstverständlich vom Marketing viel professioneller ab. So weit sind wir ja noch nicht.

Justin: Bei ihnen sind es ja auch tatsächlich eher Punk- und Rockeinflüsse, und bei uns dann doch eher fröhlichere Sachen.

ABhörn: Ist das Konzept mit einer weiblichen Zusatzstimme bewusst gewählt? Max

Justin: Also am Anfang hat es sich eben so ergeben, da ich mit meiner Schwester musiziert habe, und so basieren auch viele Kompositionen und Stücke eben auf weiblichen Gesang. Auch textlich macht das oft Sinn, wenngleich es natürlich auch immer für zweistimmige Gesangsharmonien schön ist, eine weibliche Begleitung in der Band zu haben.

Julius: Man hat natürlich auch viel mehr Möglichkeiten, daher bewährt sich das auf alle Fälle nur positiv.

ABhörn: An Amelie...ist das heute dann dein erster öffentlicher Auftritt – und dann auch gleich im Colos-Saal?

Amelie: Also ich hatte schon schulische AmelieAuftritte, da ich im Schulchor singe, aber mit den Crooked Shoes ist es heute mein Debüt.

ABhörn: Ihr habt ja durch euer sympathisches Auftreten und eure musikalische Zielvorgabe schon einen lokalen Support für euch erreicht. Gibt es Ideen und Innovationen, die ihr noch in eure Musik integrieren wollt bzw. bewusst plant?

Justin: Da ich ja nebenbei elektronische Musik mache, haben wir uns auch überlegt ob wir einwenig Elektronik in Form von Synthesizern oder Drum-Loops integrieren wollen, das steht aber noch in den Sternen. Man darf gespannt sein.

ABhörn: Musikalisch seid ihr also nicht Steffenauf ein Genre festgelegt.

Justin: Also wenn man uns fragt, was wir für Musik machen, dann nennen wir gerne den neuen Begriff PowerPop. Aber eigentlich ist es breit gefächert würde ich sagen. Man könnte jeden Song woanders einordnen.

ABhörn: Welchen Bezug und vor allem welches Potential habt ihr zur Aschaffenburger Musikszene?

Julius: Ich denke, dass die Aschaffenburger Musikszene sehr aktiv ist. Man sieht es ja auch an der "Sound Season", wie viele Newcomerbands existieren. Aber ich denke, dass in Aschaffenburg doch eher die härtere Szene wie Hardcore und Metal vorherrschend ist. Bands wie wir sind dann tatsächlich eher selten.

Justin: Stichwort Qualitätsstreuung. Es gibt sehr gute Bands wie Big Deal, Set Alight oder den Fountains – aber auf der anderen Seite gibt es dann eben Bands die nur einen Auftritt auf der "Sound Season" im JUKUZ spielen und sich dann auflösen, was natürlich sehr schade ist. Die Bands die allerdings aktiv spielen, sind qualitativ definitiv als gut einzuordnen.

Steffen und Amelie: Wir schließen uns den beiden an.

ABhörn: Findet ihr, dass ihr etwas Neues kreiert für Aschaffenburg?

Justin: Also wir wollten schon etwas Eigenständiges machen. Wir haben uns nicht gedacht, wir machen jetzt laute Musik, weil wir damit erfolgreicher wären. Wir machen lieber ruhige oder fröhliche Musik, weil wir einfach gut drauf sind. Ich könnte mich auch gar nicht hinsetzen oder Metal-Songs schreiben, das ist eben nicht mein Ding. Am Anfang hatten wir ja auch noch andere Harmonieren und einen etwas härteren Stil, aber dass haben wir dann verworfen, weil es eben nicht ins Gesamtbild passt.

ABhörn: Fröhliche Popmusik wird im weiten Umfeld ja stark kritisiert oder als Bubblegum-Musik eingeordnet, da ihr ja auch eine eher jüngere Zielgruppe ansprecht. Auf welche Reaktionen seid ihr da bisher gestoßen?

Justin: Das ist schwer zu sagen. Ich denke, dass es schon Leute gibt, die an der Musik Gefallen haben, wie man sieht. Vor allem weil es derzeit ja viele jüngere zur harten Musik hinzieht, so dass es sich wieder ausgleicht, da wir mit unserer fröhlichen Musik dann doch auch ein älteres Publikum ansprechen können. Ich denke, dass gleicht so alles aus. Reaktionen waren tatsächlich auch schon, dass viele sehr positiv reagiert haben, da man das von lokalen Bands nicht in dieser Form gewohnt war.

ABhörn: Auf alle Fälle könnt ihr euch glücklich schätzen, aus der Masse zu stechen und bewusst eine facettenreiche Pop-Band zu sein. Wir sind gespannt, wohin sich die Band entwickeln wird. ABhörn wünscht euch viel Erfolg weiterhin. Haltet uns auf dem Laufenden. Das Schlusswort gebührt euch...

Julius: (lacht) Ja, was sollen die Leute wissen. Wenn man mal Lust hat auf gut gelaunten PussyPop, darf man sich gern unsere Songs zu Gemüte führen und auch Feedback hinterlassen.

Justin: Ich denke wir sind eine eher entspanntere Alternative zur härteren Musikszene. und da freuen wir uns über jedes neue Gesicht.

Max: (lacht) Ich bin einfach nur froh in der Band zu sein.

Steffen & Amelie: Wir natürlich auch!

ABhörn: Wir danken für das Interview.(dc)

Kontakt: www.myspace.com/crookedshoes

Wir sind Crooked Shoes und haben gute Laune!

Die weiteren Projekte von Justin:
www.myspace.com/hoerspielonline
www.myspace.com/youstinmusic

Die weiteren Projekte von Steffen:
www.myspace.com/avaloninnmusic
www.myspace.com/rosesfromromeomusic
www.mysapce.com/electromeo

Die alte Band von Julius:
www.myspace.com/meisterbetrieb

 

 

 

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